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Integriertes Klimaschutzkonzept für Lilienthal
Das Pariser Klimaabkommen von 2015 hat das Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 °C, idealerweise auf 1,5 °C, zu begrenzen und bis Mitte des 21. Jahrhunderts Treibhausgasneutralität zu erreichen. Diese globalen Ziele betreffen auch lokale Akteure wie Städte und Gemeinden, die eine Schlüsselrolle bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen spielen. Kommunen haben das Potenzial, etwa 101 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente* einzusparen – eine enorme Chance, aktiv zum Klimaschutz beizutragen.
Durch gezielte Maßnahmen auf lokaler Ebene können Städte und Gemeinden einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Handlungsfelder lassen sich dabei in verschiedene Einflussbereiche unterteilen:
- Verbrauchen & Vorbild
- Versorgen & Anbieten
- Planen & Regulieren
- Beraten & Motivieren
Die Gemeinde Lilienthal hat deshalb zum 01.11.2024 eine Klimaschutzmanagerin eingestellt, die verantwortlich für die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzepts ist.
Zu den zentralen Bestandteilen des Konzeptes gehören:
- Ist-Analyse: Eine detaillierte Bestandsaufnahme des aktuellen Energieverbrauchs, der CO2-Emissionen sowie der bestehenden Klimaschutzmaßnahmen in der Gemeinde.
- Potenzialanalyse: Identifikation von Möglichkeiten zur weiteren Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Gemeinde.
- Maßnahmenkatalog: Auf Basis der Ist-Analyse und Potenzialanalyse wird ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der konkrete Handlungsschritte für den Klimaschutz in Lilienthal umfasst. Dies kann die Förderung erneuerbarer Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Unterstützung von Bürger:innen sein.
- Öffentlichkeitsarbeit: Umfassende Informations- und Aufklärungsmaßnahmen, um die Bürger und Akteure der Gemeinde für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und zu motivieren.
Bei der Erstellung des Konzepts werden folgende Handlungsfelder berücksichtigt:
- Flächenmanagement
- Straßenbeleuchtung
- Private Haushalte
- Beschaffungswesen
- Erneuerbare Energien
- Mobilität
- Abwasser und Abfall
- Gewerbe, Handel, Dienstleitung
- Eigene Liegenschaften
- IT-Infrastruktur
- Wärme- und Kältenutzung
Mit gezielten Maßnahmen möchte die Gemeinde Lilienthal so ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten und einen nachhaltigen Weg in die Zukunft beschreiten. Dafür erhält die Gemeinde Lilienthal im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) eine Zuwendung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unter dem Förderkennzeichen „67K24109“. Das Projekt mit dem Titel „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzept durch ein Klimaschutzmanagement für die Gemeinde Lilienthal“ ist auf eine Laufzeit von 24 Monaten angelegt. Die Fertigstellung des Klimaschutzkonzepts ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt sollen die entwickelten Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden, um Lilienthal zu einer klimafreundlicheren und treibhausgasneutraleren Gemeinde zu machen.
* Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Link zum Projektträger: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

