© Gemeinde LilienthalDamit gibt es erstmals einen klaren Fahrplan für den Klimaschutz in Lilienthal, der die Arbeit der Gemeinde in den kommenden Jahren leiten wird.
Die Erarbeitung des Konzepts erstreckte sich über rund eineinhalb Jahre und wurde federführend durch Klimaschutzmanagerin Dr. Neele Meyer begleitet. Von Beginn an war der Prozess breit angelegt und Politik, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger wurden aktiv eingebunden. In mehreren Workshops hat die Politik intensiv an der Erarbeitung von Maßnahmen mitgewirkt. Zudem konnten alle Interessierten ihre Ideen bei einem offenen Beteiligungsabend sowie über ein Online-Formular einbringen. Die fachliche Datenerhebung und Ist-Analyse übernahm die target GmbH. Die beks EnergieEffizienz GmbH unterstützte insbesondere bei der Akteursbeteiligung sowie bei der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs.
„Ich bin froh und auch ein Stück weit stolz, dass dieses umfangreiche Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Das Klimaschutzkonzept gibt uns eine klare Orientierung und zeigt, wo wir konkret ansetzen müssen, um Lilienthal zukunftsfähig aufzustellen“, sagt Dr. Neele Meyer.
Das Konzept macht deutlich, dass insbesondere in den Bereichen private Haushalte und Verkehr große Einsparpotenziale bestehen – etwa bei der Wärmeversorgung oder im Mobilitätsverhalten. Gleichzeitig wird deutlich, dass Klimaschutz in Lilienthal bereits aktiv gelebt wird. Die Gemeindeverwaltung sowie zahlreiche Vereine und Initiativen engagieren sich vor Ort und haben bereits viele Projekte angestoßen. Ein zentraler Bestandteil des Klimaschutzkonzepts ist der umfassende Maßnahmenkatalog mit rund 30 konkreten Maßnahmen. Diese verteilen sich auf die Handlungsfelder Kommune, Energie, Mobilität, Klimaanpassung und Naturschutz sowie Information und Netzwerke. Ziel ist es, Treibhausgasemissionen schrittweise zu reduzieren und den Klimaschutz in Lilienthal langfristig und strukturiert voranzubringen.
Das Klimaschutzkonzept zeigt auf, welchen Beitrag Lilienthal auf dem Weg zu einer treibhausgasarmen Entwicklung leisten kann. Gleichzeitig macht es deutlich, dass die bisherigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um bis 2040 vollständige Treibhausgasneutralität zu erreichen – entsprechend den Zielen des Landes Niedersachsen. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Maßnahmen konsequent umzusetzen und zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen.
Bürgermeister Kim Fürwentsches betont: „Mit dem Beschluss des Klimaschutzkonzepts setzen wir ein klares Signal: Lilienthal nimmt seine Verantwortung ernst und gestaltet den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aktiv mit. Besonders wichtig ist mir, dass Klimaschutz und Gemeindeentwicklung künftig eng zusammengedacht werden. Das Klimaschutzkonzept ist fest als strategisches Ziel in unserem Gemeindeentwicklungskonzept verankert, so greifen beide Konzepte ineinander.“
Für die Gemeinde ist das Klimaschutzkonzept ab sofort Leitlinie und Arbeitsauftrag zugleich. Klimaschutz soll als gemeinschaftliche Aufgabe von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft weiter vorangebracht werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass dieser Prozess langfristig angelegt ist und ein kontinuierliches Engagement erfordert. So wurden in der gestrigen Ratssitzung wichtige Weichen für die weitere Umsetzung gestellt: Neben einem begleitenden Controlling zur Überprüfung der Fortschritte soll auch das Klimaschutzmanagement fortgeführt werden. Es wird somit angestrebt, dass die Stelle der Klimaschutzmanagerin über die bisherige Projektlaufzeit hinaus erhalten und gefördert wird, um die Umsetzung der Maßnahmen kontinuierlich zu begleiten und weiterzuentwickeln.
Das Integrierte Klimaschutzkonzept der Gemeinde Lilienthal wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Das Projekt ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative, mit der die Bundesregierung seit 2008 Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen unterstützt und den Klimaschutz auf kommunaler Ebene stärkt.
